Die Mitwirkenden

Als Brigitte Roux vor gut zehn Jahren auf der Insel Madeira ihren ersten Lichtzauber sah, war es um sie geschehen: Sie gründete die Firma Starlight Events GmbH und spezialisierte sich auf Licht- und Tonanimationen. Mittlerweile kennt sie die renommiertesten Lichtkünstler der internationalen Szene ebenso wie die immer raffinierter werdenden Technologien bestens. Starlight Events hat für die Stadt Thun, für die Universität Genf und namhafte Schweizer Firmen gearbeitet. In Eigenregie erleuchtet Brigitte Roux dieses Jahr zum siebten Mal das Bundeshaus.

Wenn die «auviso visuals solutions AG», kurz Auviso, sich mit ihrer Erfahrung und ihrem High-Tech-Equipment um die Bebilderung und Beschallung von Innenräumen und Fassaden kümmert, dann ist das Lob vom KKL bis zum Kunstmuseum Aarau einhellig: begeistert. Überall dort, wo für Licht und Ton etwas mehr als ein Schalter nötig ist, wo es um Boxen und Screens, kreative Lösungen, grosse Installationen und bunte Kabelsalate geht, laufen die Auviso-Spezialisten zu Hochform auf. So auch auf dem Bundesplatz.

Pressebüro
Gaby Labhart

Zwei alte Hasen im Journalismus: Gaby Labhart kennt die Redaktionen von Frauenzeitschriften, Tageszeitungen und Sonntagszeitungen als Redaktorin und Ressortleiterin.

Martin Hauzenberger hat für Printmedien ebenso wie für das Schweizer Fernsehen gearbeitet, ist Historiker und Liedermacher. Vor zwei Jahren erschien seine vielbeachtete Biografie über Franz Hohler.

Die beiden sind für Texte, Pressearbeit und historische Beratung zuständig.

Nicolas Kyramarios, Gestalter und Geniesser, ist bei Starlight Events verantwortlich für Grafik, Design, Webauftritt und Social Media. Der griechischstämmige Kommunikationsprofi war Mitbegründer und -inhaber einer Internetagentur, weiss über digitales Marketing und die Realisation von entsprechenden Kommunikationsmitteln mindestens so gut Bescheid wie über Weine und Kulinarik. Ob am Mac oder am Kochtopf, Kyramarios bleibt seinem Grundsatz treu: stilvolle, pragmatische Lösungen statt aufgebauschter Scheinwelten.

Ab dem 17. Jahrhundert verbreitete sich in ganz Europa eine Projektionsvorrichtung, die den märchenhaften Namen «Laterna magica», also «Zauberlaterne», trug. Auf Jahrmärkten und Messen, in Theatern, Wirtshäusern oder Kirchen wurden mit der Laterna magica stundenlange Vorführungen mit musikalischer Untermalung veranstaltet.

Sabine Weissinger und Friedrich Förster, Pioniere auf dem Gebiet der Architekurprojektionen, haben nicht nur nur das Potenzial der modernen Technologien früh erkannt, sondern auch mit einem Sinn für Humor ihr Atelier in der schwäbischen Universitätsstadt Tübingen «Casa Magica» getauft. Der Naturwissenschafter und die Religionswissenschafterin illuminierten auch schon die Pyramiden von Gizeh und den Kölner Dom. Jetzt haben sie die Reformation auf die Fassade des Schweizer Bundeshauses gebracht. «Ein Riesenthema», sagt Sabine Weissinger. Und ein schwieriges dazu, weil da «theologische Inhalte stattfinden, die abstrakt sind». Und: «Wir haben ja keinen Text.»

Dennoch fing auch ihre Arbeit ganz ohne Hightech an, dafür mit Text. Das Lichtkunst-Duo las Bücher und Dokumente, sichtete Bildmaterial, besuchte Museen in Zürich, Schwyz und Bern, sammelte Druckmaterialien, Handschriften, Bilder, Tausende von Bildern, mit denen es die Computer fütterte. Förster befasste sich intensiv mit dem Bundeshaus, seiner Struktur, seiner Architektur, seinen Massen.

Und seiner ganz besonderen Symmetrie mit der markanten Dreiteiligkeit. «Das Bundeshaus», sagt Friedrich Förster, «ist der Rahmen. Da drauf dürfen wir spielen.» Ohne Text, aber mit Musik. Es sei, so Förster, ein ganz spezielles Erlebnis, wenn man in der Nacht ein Gebäude gewissermassen weitergestalten dürfe. Sozusagen weiterbauen. Rund neun Monate hat es gedauert: Jetzt ist das Werk geboren.

CASA MAGICA, Friedrich Förster und Sabine Weissinger:
Konzept, Regie, visuelle Gestaltung

Stephan Boehme: Komposition, Arrangement, Sounddesign, Kamera

Hartung & Trenz: Animation Typographie

Marcel Rathgeber: Animation Maschine

Sophie Fink: Animation Totentanz

Ulrike Härter: Sopran

Juri de Marco: Flügelhorn

Robert Atzlinger, David Liske, Chrysi Taoussanis: Handgestenspiel

Ulrich Franz, Frido Hohberger, Ulrike Pfeil: Handschrift