Storyboard 2026

Eine poetische Geschichte über Ökosystem und Biodiversität

2026 wird das Bundeshaus in Bern zur lebendigen Metapher für die Schweiz – erzählt als poetische Geschichte über Ökosystem und Biodiversität. Im Rhythmus der Jahreszeiten entfaltet sich ein Kreislauf von Aufbruch, Fülle, Wandel und Kälte. Klimatische Extreme bringen die Fassade ins Ungleichgewicht, Fragmente lösen sich und rollen aus dem Bild. Unter dem Bundesplatz wirkt ein unsichtbares Netzwerk aus Wurzeln und Bodenleben – leise, kooperativ, widerstandsfähig. Es steht sinnbildlich für das Fundament der Gesellschaft: Vielfalt und das Zusammenspiel vieler kleiner Kräfte. Eine unscheinbare Raupe begleitet die Szenen und verwandelt sich zum Schmetterling. Tiere treten hervor – Igel, Eichhörnchen, Frösche, Reiher, Steinbock und Ameisen – jedes leistet seinen Beitrag. Die verlorenen Gebäudeteile kehren am Ende zurück: Von Ameisen gemeinsam getragen, wird das Bundeshaus neu zusammengesetzt – nicht überwuchert, sondern weiterentwickelt.

«Rendez-vous Bundesplatz 2026» erzählt von einer einfachen Erkenntnis: Stabilität entsteht durch Verbundenheit. Kein Sieg der Natur über die Architektur, sondern ein neues Miteinander. Das Bundeshaus atmet – und mit ihm ein Land, das seine Wurzeln wiederentdeckt.

Vier musikalische Titel werden von takethis.ch umgesetzt und zu jeder Show live gespielt.

Intro

Das Bundeshaus erwacht. Aus dem Dunkel erscheint das Bundeshaus langsam. Es wird dezent mit goldgelbem Licht bespielt. Die Projektion ist kaum wahrnehmbar. Die Natur wird bewusst noch nicht dargestellt.

Intro Erwachen

Das Bundeshaus erwacht. Ein Igel kommt ins Bild. Wo er frisst sprießen Frühlingsblumen. Eine kleine Raupe erscheint. Das Bundeshaus erscheint mit vereinzelten Goldornamenten. Die Fassade wird allmählich bewachsen.

Veränderung

Zeitraffer. Starke Sonne und intensiver Regen wechseln einander ab. Das Gebäude bekommt leichte Risse. Dann entsteht ein Moment völliger Stille. Es ist, als halte das Bauwerk den Atem an. Plötzlich bricht ein Fassadenteil heraus. Kurz darauf lösen sich Gesimse und weitere Fragmente. Staubwolken steigen auf und legen sich wie ein Schleier über die Architektur. Tiefe Schatten öffnen sich unter den abbrechenden Elementen. Einige Teile rollen aus dem Bild. Ein Kokon wird sichtbar. Er bricht auf und ein Schmetterling schlüpft heraus.

Eichhörnchen

Herbst, die Blätter verändern ihre Farbe und fallen zu Boden. Der Schmetterling erscheint als stiller Beobachter, auch der Igel taucht kurz auf. Zwei Eichhörnchen springen ins Bild. Sie graben wild. Die Blätter fliegen umher. Sie finden einen Gebäudeteil, den sie unbeachtet liegen lassen. Dann entdecken sie eine Nuss. Sie spielen Fußball. Ein scharfer Schuss, die Blätter fallen und bedecken das Gebäude.

Froschkonzert

Der Schmetterling fliegt. Wechsel. Ein seichter Teich in der Mitte der Fassade wird sichtbar. Ein einzelner Frosch hüpft ins Bild. Er quakt. Eine kleine Wasserwelle. Dann quaken mehrere Frösche. Mit jedem Quaken entstehen Pfützen. Das Gebäude spiegelt sich im Wasser.
Es beginnt ein rhythmisches Froschkonzert. Seerosen erscheinen. Die gesamte Szene blüht auf.
Mit dem Höhepunkt des Konzerts beginnt es stark zu regnen.

Unter Wasser

Das Gebäude füllt sich mit Wasser. Die Frösche schwimmen unterirdisch davon.
Die Füße eines Reihers sind zu sehen. Sein Schnabel schnappt nach etwas und erhascht einen Gebäudeteil. Dann fängt er einen Fisch. Zoom. Der Reiher steht inmitten einer Sumpflandschaft. Der Schmetterling erscheint.

Wasser wird zu Eis

In der Wasseroberfläche spiegelt sich das Bundeshauses. Die Temperatur sinkt. Die Spiegelung friert langsam ein.
Die Kamera fährt näher an die Eisstruktur. Ein Schmetterling scheint unter dem Eis eingefroren zu sein. Risse werden sichtbar.
Das Eis bricht auf und der Schmetterling fliegt davon.

Alpen

Das Eis bricht.
Wind setzt ein. Schneetreiben.
Berge schieben sich hoch. Eine alpine Schneelandschaft entsteht. Ein Steinbock erscheint auf einem Vorsprung. Er steht stabil im Sturm, während der Schmetterling Leichtigkeit versprüht. Ein verschneiter Gebäudeteil liegt herum.

Lebendige Böden

Der Blick wandert unter die Erde. Ein Querschnitt durch den lebendigen Boden wird sichtbar.
Ein fein verzweigtes, neuronales Netzwerk aus Lichtpunkten durchzieht das Erdreich. Impulse wandern von einem Punkt zum nächsten. Geflechte leuchten auf, Mikroorganismen pulsieren, Regenwürmer bewegen sich durch das Erdreich. Alles ist in ständiger Kommunikation.
Die Wurzeln beginnen zu wachsen. Ein verlorener Gebäudeteil ist unter der Erde sichtbar.

Lebendige Böden Teil 2

Der Boden schiebt sich nach oben. Die Wurzeln verbinden sich mit dem Baum.
Der Boden und seine Wurzeln nähren den Baum. Der Frühling kommt zurück. Verschiedene Schmetterlinge fliegen.

Schmetterlinge

Zahlreiche Schmetterlinge erscheinen in Nahaufnahme. Ihre Flügel bedecken die Fassade. Es entsteht ein buntes Treiben im Rhythmus der Musik.

Ameisen

Zahlreiche Ameisen erscheinen.
Sie tragen die Gebäudeteile, die in den einzelnen Szenen herumlagen ins Bild und setzen sie passend in die Fassade ein.
Sie laufen exakt entlang der Architektur.
Sie bauen die Fassade komplett neu zusammen

Finale und Verbeugung

Das Gebäude kehrt in seinen ursprünglichen Zustand zurück.
Es trägt feine Goldelemente und Frühlingsblumen wie zu Beginn.
Der Igel erscheint und verabschiedet sich.
Die Ameisen tragen Buchstaben ins Bild, Schmetterlinge fliegen den Abspann ins Bild.
Die Tiere kommen der Reihe nach nochmals auf die Bühne.